Imitated Rust, seen at ART Basel

Rust – Rost – Rouille

I always experiment with different materials and inspired by some art I saw at the ART Basel, I wanted to create artificial rust on canvas.
There are ready to buy kits for creating artificial rust, which are quite expensive and I thought, also boring to apply. I like to figured it out by myself 🙂
Obviously, I needed some fine metal shavings, which I could get from the local blacksmith. He just shook his head when I told him what I was about, I believe he thinks I am a bit crazy…
These shavings I mixed with acrylic medium to apply it on a wooden board. To activate the rust I moistened it with acid. That process I repeated several times until I got the desired result.
Between I incorporated several layers of acrylic and oil paint, and other media to create some special effects.
I learned a lot about how the different materials react to each other and now I am ready to apply this technique on canvas too.

Verwandlung eines Zimmers

Kannst du es irgendwie sĂŒdfranzösischer machen?

Ich male nicht nur LeinwĂ€nde an, sondern auch richtige WĂ€nde, genauer gesagt, ich verputze sie. So auf die traditionelle Art, mit Kalk, Sand, Gips und Marmormehl, je nach Untergrund und Verwendungszweck. Das ist fĂŒr alte HĂ€user hier in SĂŒdfrankreich die beste und auch nachhaltigste Methode. Die alten HĂ€user sind ĂŒberwiegend aus Natursteinen und Kalk oder Gips und Sand gebaut. Die WĂ€nde sind oft bis zu 60 cm dick, regulieren so ganz gut das Raumklima.

Im Sommer hĂ€lt das fĂŒr lange Zeit die Hitze draußen, die Mauern erwĂ€rmen sich erst so nach und nach und halten die WĂ€rme fĂŒr einige Zeit im Inneren der HĂ€user, so dass man erst spĂ€t und relativ wenig heizen muß. Oftmals blieben die Steine sichtbar, und wenn die WĂ€nde verputzt wurden, dann mit einer Mischung aus Kalk, Gips und Sand. Diese Putze lassen die porösen Steine atmen, d.h., Feuchtigkeit bleibt nicht im Mauerwerk stecken, sondern kann wieder nach außen oder innen entweichen.

Wenn so ein Haus modernisiert wurde, dann mußte auch oft der Wandputz erneuert werden. Das bedeutet, den alten Putz abschlagen, Wand sĂ€ubern, gegebenenfalls Löcher mit Steinen fĂŒllen und dann neu verputzen. Das ist natĂŒrlich ein erheblicher Zeitaufwand und man muß es können. Es ist viel einfacher, solche WĂ€nde einfach zu verkleiden, mit Fermacell oder Gipskartonplatten, was mit entsprechender Isolierung noch immer ein gutes Raumklima gibt. Aber manchen Menschen ist auch das noch zu aufwendig und deshalb tackern sie einfach Plastikpaneele davor oder putzen alles mit Zement oder einer schnell aufzutragenden Acrylspachtelmasse zu. Da kommt keine Luft mehr durch, irgendwann wird es mufflig, denn die Feuchtigkeit bahnt sich frĂŒher oder spĂ€ter ihren Weg.

Vor ein paar Wochen hatte ich solche WĂ€nde vor mir: mit weißem, rauhem Acrylputz verspachtelt. Eine Wand war in Dunkelrot gestrichen. Das Zimmer ist, fĂŒr hiesige VerhĂ€ltnisse relativ dunkel, da die beiden Fenster zu einem Hof fĂŒhren und die Sonneneinstrahlung durch eine gegenĂŒberliegende Mauer begrenzt ist. Aber es hat einen wunderschönen, alten Terrakotta Fußboden. Es war das Wohnzimmer des Hauses.

Der neue Besitzer wollte aus diesem Zimmer sein Schlafzimmer machen und von mir eine Empfehlung fĂŒr eine schöne Wandfarbe haben. Die WĂ€nde sollten irgendwie sĂŒdfranzösisch wirken. Ich war zunĂ€chst ein wenig hilflos, denn ich wollte auf gar keinen Fall diesen Putz auch noch mit irgendeiner Farbe ĂŒberstreichen, aber ich wußte auch nicht so recht, wie ich dem doch recht ungeduldigen Besitzer erklĂ€ren sollte, wie man das Zimmer wirklich schöner machen könnte. Aber, er kam mir selbst zu Hilfe. Er zeigte mir ein Foto von einer schönen, im traditionellen Stil verputzten Wand. So was wollte er auch haben. Also hab ich ihm erklĂ€rt, dass erst der alte Putz weg muß bevor man neuen auftragen kann. Damit war er schließlich einverstanden und so haben wir gemeinsam fast einen ganzen Tag den Putz abgekratzt und ich hab anschließend die WĂ€nde neu verputzt. Ich hab ein paar Farbmuster gemacht und wir haben uns auf einen etwas krĂ€ftigeren Terrakotta Ton fĂŒr eine Wand und einen leichten Ton fĂŒr die ĂŒbrigen WĂ€nde geeinigt.

Am Ende haben wir das Zimmer komplett renoviert, die Balken frei gelegt, die Decke neu verkleidet und weiß gestrichen.

Jetzt sieht das Zimmer nicht mehr wie eine Höhle aus, sondern warm und freundlich. Die Wandfarbe ist sehr sĂŒdfranzösisch und reflektiert gut das einfallende Licht.

Das Zimmer sieht jetzt schön aus 😉

Isabell Schulz https://www.flickr.com/photos/isapisa/34202832893/in/album-72157681424462934/ (CC BY-SA 2.0)

Malen: wie beginnen – wann enden?

Wie kommen meine Bilder eigentlich zustande? Womit beginne ich? Gibt es einen Plan, eine Idee?

Ich wĂŒrde nicht von einem wirklichen Plan sprechen, aber irgendwie geistert mir etwas im Kopf herum und irgendwann muß ich meine Gedanken und GefĂŒhle nach außen bringen und dann fange ich einfach an. Das passiert ehrlich gesagt sehr intuitiv, es ist ein innerer Prozeß. So sind alle meine Bilder ein Spiegel meiner Seele. Manchmal ist es nur eine Momentaufnahme, manchmal etwas, was fĂŒr lange Zeit ein Teil meiner selbst war oder ist.

Ich höre auf, wenn das, was mich bewegt hat, auf der Leinwand ist. Es ist, wie schon beschrieben, ein inner-psychischer Prozeß. Die ersten Farbschichten widerspiegeln dabei oft die naheliegenden Gedanken und Emotionen, aber je lĂ€nger ich an einem Bild arbeite, desto feiner und differenzierter werden die aufgetragenen Farben. Und so entsteht dann fĂŒr mich ein Gesamtbild einer Situation, die dann in aller Vielfalt meiner Gedanken und GefĂŒhle auf der Leinwand abgebildet ist.
Gelegentlich ist es aber auch so, dass ich nach einigen Wochen ein Bild wieder nehme und es verĂ€ndere. Es kann vorkommen, dass ich im Laufe der Zeit anders ĂŒber Geschehnisse denke, dann erscheint mir das Bild als unvollstĂ€ndig und dann muß ich es verĂ€ndern.

Viele Menschen suchen immer nach einer Bedeutung, einer Botschaft im Bild und wenn ich danach gefragt werde, dann frag ich immer: was bedeutet es fĂŒr dich?
Und manchmal, versinken sie dann in ihren Gedanken und finden ihre Bedeutung 😉

Ich selbst erzĂ€hle nur sehr selten, was mich dazu bewegt hat, das Bild zu malen, schließlich will ich niemanden beeinflussen. Aber natĂŒrlich ist es fĂŒr mich auch interessant zu hören, welche Assoziationen beim betrachten meiner Bilder entstehen.